Resolution zur klimafreundlichen Mobilität

Resolution zur klimafreundlichen Mobilität im ländlichen Raum

Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Deshalb stellen besonders im ländlichen Raum steigende Energiekosten eine gewaltige Herausforderung dar. In den Dörfern und Kleinstädten sind die Menschen darauf angewiesen, zu akzeptablen Kosten ihre Arbeitsstätte erreichen zu können. Viele junge Familien entscheiden sich für einen Wegzug in den nächstgrößeren Ort, wo wegen der besseren öffentlichen Verkehrsanbindung und nahen Einkaufsmöglichkeiten auf ein zweites Auto verzichtet werden kann. Mit dem Wegzug junger Familien kommt eine Spirale nach unten in Gang. Die Folgen können mit der Entleerung weiter Teile des ländlichen Raums in Ostdeutschland bereits heute beobachtet werden.
Starke ländliche Räume prägen den Charakter Bayerns und sind ein Beweis für die erfolgreiche Politik der CSU, die ländliche Entwicklung immer eng mit dem Fortschritt in den Ballungsräumen verzahnt hat. Bayern muss deshalb Vorreiter in klimafreundlicher Mobilität werden!
Ländliche Räume können die Antriebsenergien der Zukunft aus der eigenen Fläche bereitstellen. Der Landkreis Ansbach deckt schon mehr als ein Viertel seines Energiebedarfs aus Energiepflanzen, Sonne, Wind und Wasser. Besonders Elektroautos können im ländlichen Raum ohne aufwändige neue Infrastruktur in der Praxis erprobt werden und ihr Potenzial im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien beweisen. In den Dörfern besitzen die meisten Menschen Einfamilienhäuser. Die Garage mit Stromanschluss und Photovoltaik auf dem Dach ist bei uns keine Ausnahme mehr. Das Elektroauto wird seinen Durchbruch auf dem Land als Zweitwagen erleben!
Die CSU Ansbach-Land unterstützt deshalb die Elektromobilitätsinitiative unseres Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer. Der SPD-Vorgänger hat mit dem Programm „Modellregionen Elektromobilität“ den falschen Weg eingeschlagen: Es werden ausschließlich Ballungsräume gefördert! Die CSU Ansbach-Land ist sich sicher, dass ein CSU-geführtes Ministerium die Chancen für dieElektromobilität auf dem Land besser erschließt. Der Landkreis Ansbach steht als Pilotregion bereit!
Bioenergie ist das zweite Standbein klimafreundlicher Mobilität, das im ländlichen Raum vorhanden ist. Die Aufbereitung von Biogas zur Nutzung in Erdgasfahrzeugen bietet insbesondere dort eine Chance, wo die Abwärme bei der Verstromung von Biogas nicht genutzt werden kann. Die Technik ist ausgereift und nah an der vollen Wettbewerbsfähigkeit mit fossilen Kraftstoffen. Die CSU Ansbach-Land setzt sich dafür ein, dass die beiden CSU-geführten Bundesministerien für Verkehr und Landwirtschaft diese Technologie bis zur Marktreife bringen. Außerdem fordern wir, die bereits vorhandenen Produktionskapazitäten für reinen Biodiesel und Pflanzenöl wieder voll zu nutzen. Wenn Biokraftstoffe in regionalen Kreisläufen hergestellt werden, sind sie ein unverzichtbarer und bereits heute verfügbarer Beitrag zum Klimaschutz!