Jan Peter Helmer

Kreisrat


Begrüßung MP Seehofer in Geslau

– Ministerpräsident Horst Seehofer am 3.8.2009 im Festzelt des TSV Geslau –
– Begrüßung durch CSU-Kreisvorsitzenden Jan Helmer –

Sehr verehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,
Herr Ministerpräsident,
lieber Herr Seehofer,

wir freuen uns, dass Sie uns heute so unmittelbar vor der Bundestagswahl mit auf die Höhen der Bundes- und Landespolitik nehmen. Berlin, München, Landkreis Ansbach und dieses Zelt des Sportvereins in Geslau – trotz aller Entfernungen und trotz der Unterschiede zwischen den Metropolen, unserem Landkreis und der Gemeinde Geslau! Wir alle gehören zur bayerischen und deutschen Politik.

Unsere Freude auf den heutigen Abend war umso größer als wir diese Woche von einer Mitarbeiterin der CSU-Landesleitung noch ein Geheimnis anvertraut bekommen haben: „Mohr, Helmer, Sie sollten wissen: Halten Sie sich bei den Grußworten kurz, die Leute wollen nicht Sie, die wollen den Bayerischen Ministerpräsidenten hören.“

Liebe Freunde, lieber Herr Seehofer, das ist, das ist ….. richtig! Und daher erlaube ich mir, die Grüße in der Tat etwas kürzer zu halten, auf Höflichkeitsfloskeln zu verzichten und klar auf den Punkt zu kommen.

Der Landkreis Ansbach ist der flächengrößte Landkreis Bayerns, im Osten dem Großraum Nürnberg zugewandt, in weitesten Teilen jedoch ein typischer ländlicher Raum mit all seinen Problemen. Wir schauen mitunter etwas sorgenvoll in die Zukunft und fragen:

Was müssen wir tun, was muss die große Politik tun, damit es sich auch für unsere Jungen lohnt, in unserem Landkreis zu leben und zu arbeiten?
Wie verschaffen wir den Anliegen unserer Bürger Gehör bei den Behörden und bei den Ministerien?
Wie erhalten wir unsere Hauptschulen auf dem flachen Land und schaffen zudem Spitzenbildung für unsere Jungen?
Was müssen wir für unsere Krankenhäuser und eine weiterhin wohnortnahe medizinische Versorgung unserer Bevölkerung tun?
Wie schaffen wir flächendeckend schnelle Internet-Verbindungen?
Welche Zukunft hat unsere Landwirtschaft, die Milchwirtschaft, der Futtermittelanbau, die Nutzung erneuerbarer Energien?
Wie können wir ein Projekt wie Center Parc für den Landkreis Ansbach sichern?
Wie werden es kleine Gemeinden in Zeiten einer Finanzkrise schaffen, die umfangreichen Aufgaben, die Ihnen der Staat zugeteilt hat, z.B. Abwassereinrichtungen, zu finanzieren?
Wie können wir kurzfristig unsere Menschen in Arbeit bringen und dennoch nachhaltig wirtschaften?
Wie kommen wir zu einem gerechten Steuersystem mit Leistungsanreizen?
Wie setzen wir gleichzeitig der Verschuldung der öffentlichen Hand enge Grenzen?
Wieso kommt zu großen Unternehmen in Not der Bundesadler und zu unseren kleinen Unternehmen in Not nur der Pleitegeier?
Wie bewahren wir unsere fränkische Identität in Bayern, in einem pluralistischen, sehr groß und vielfältig gewordenen Deutschland und einem nach zentralistischer Macht strebenden Europa?

Freunde, Politik ist ein spannungsgeladenes Feld, in dem viele Fragen mitunter heftig diskutiert müssen und Antworten häufig erst nach langen und aufwendigen Meinungsbildungsprozessen gefunden werden können. Horst Seehofer steht für eben diesen Politikansatz. Vielen Dank.

Herr Seehofer, der Radiosender Bayern 3 stellt Sie jeden Morgen als den „Super-Seehofer“ vor. Das mag humorvoll überzeichnet sein, es schwingt in diesem Ausdruck jedoch auch viel Anerkennung für Sie und Ihre Arbeit mit.

Herr Ministerpräsident, wir bitten um die Ehre Ihres Wortes!

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