Jan Peter Helmer

Kreisrat


Pressemitteilung der Mittelstandsunion Mittelfranken „Wahlschock für den Mittelstand“

„Unsere Mittelständler stehen nach der Bundestagswahl unter einem Wahlschock – die Stimmung ist schlecht wie nie“, so das Fazit von Landtagsabgeordneten Klaus Dieter Breitschwert aus vielen Gesprächen mit Unternehmern unserer Region.

Der Bezirksvorsitzende der Mittelstandsunion führte auf einer Vorstandsitzung dieses Verbandes in Neuendettelsau weiter aus, daß nach Umfragen nahezu 90 Prozent der mittelständischen Unternehmer die Wiederwahl der Regierung Schröder / Fischer als negativ beurteilen, nur fünf Prozent den Wahlausgang positiv einschätzen und etwa fünf Prozent eine neutrale Haltung einnehmen. Diese Verärgerung der Firmenchefs schlage sich direkt auf die wirtschaftlichen Erwartungen nieder. So seien nämlich mehr als sechzig Prozent aller Unternehmer auf niedrigere Umsätze eingestellt. Vor der Bundstagswahl seien die Einschätzungen jedoch optimistischer gewesen. Noch im August rechneten laut Breitschwert nur 28 Prozent der Firmeninhaber mit schlechteren Geschäften. Diese Umfrageergebnisse zeigen eine weitere Verschlechterung des Stimmungsbarometers, so Breitschwert, die „Durststrecke für unsere Wirtschaft werde nämlich immer länger“. Direkte Folge der schlechten Geschäftserwartungen sind nach Meinung Breitschwerts nachhaltige negative Auswirkungen auf das Investitionsverhalten und wohl auch der Verlust weiterer Arbeitsplätze.

Aus Sicht der Firmenchefs mute es wie ein schlecher Witz an, wenn die Bundesregierung versucht, den geschlossenen Koalitionsvertrag als Wachstums- und Beschäftigungsoffensive auszugeben. Breitschwert meint, daß es für die Mittelständler völlig schleierhaft sei, welche wirtschaftspolitische Konzeption einer Politik zugrunde liegen soll, die durch höhere Steuern, höhere Sozialabgaben und zusätzliche Staatsschulden Wachstum und Beschäftigung anregen will. Das Gegenteil wird nach Aussage Breitschwerts eintreten, denn „wer geknebelt wird und nichts mehr verdienen darf, der investiert nicht und schafft auch keine neuen Arbeitsplätze“.

Den Unternehmen aus unserer Region sagt Breitschwert härtere Zeiten voraus, da es nämlich nicht möglich sei, mit der bayerischen Landespolitik alle Fehlentwicklungen des Standortes Deutschland abzufangen. Der von den Politikern der Regierungskoalition erhoffte Aufschwung müsse nach Einschätzung Breitschwerts wohl noch vertagt werden. Voraussetzung für mehr Investitionen und eine Besserung der wirtschaftlichen Stimmung sei eine grundlegende Neukonzeption der Wirtschaftspolitik auf Bundesebene. Der Bezirks-Vorsitzende der Mittelstandsunion formuliert es deutlich: Lichtblicke für die wirtschaftliche Entwicklung wird es erst wieder geben, wenn die Koalition die Probleme entschlossen angeht.

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